Die Sondermülldeponie (SAD) Schwabach
Allgemeine Daten zur Sonderabfalldeponie Schwabach
I. Grundfläche der Deponie 55.000 qm.
II. Abgelagertes Abfallvolumen 1,2 Millionen Kubikmeter (1,7 Millionen Tonnen) Giftmüll unterschiedlichster Zusammensetzung. U.a. zig tausende Tonnen halogenierte Kohlenwasserstoffe.
III. Mineralische Abdichtung aus Ton nach unten nur ca. 30 cm stark und beschädigt, auf wasserdurchlässigen Untergrund. Jährlich versickern etwa 1000 - 10 000 Kubikmeter giftbelastetes Sickerwasser aus der Deponie in den Untergrund. Genauere theoretische Berechnungen sind der GSB nicht möglich. Dies entspricht jährlich ca. 5000 bis 50 000 Badewannenfüllungen mit giftigem Deponiewasser.
IV. Jährlich werden deshalb in der Umgebung der Deponie ca. 200 000 Kubikmeter belastetes Grundwasser hochgepumpt und gereinigt, um eine Ausbreitung von Schadstoffen im Untergrund zu verhindern. Ob dies wirklich gelingt ist trotz aller gegenteiligen Beteuerungen fraglich.
 
 
Ziel der Sanierungsmassnahmen
Auf Grund des jahrzehntelangen Eintrags von Niederschlagswasser, hat sich in der Deponie Sicherwasser angesammelt bzw. aufgestaut. Zudem kann bisher nicht ausgeschlossen werden, dass über die Flanken Schichtenwasser (lokales Grundwasser) in die Deponie eindringt und die Deponie durchspült und giftbelastet im Untergrund versickert.
Wichtigstes Sanierungsziel ist deshalb die Trockenlegung der SAD. So soll der Schadstoffaustrag über das Sickerwasser in das Grundwasser verhindert werden.
Die ca. dreissig Zentimeter starke Basisabdichtung der Deponie ist vollkommen unzureichend und mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit stark beschädigt. Nach der derzeit gültigen Rechtslage wären bei neu zu errichtenden Deponien natürliche und künstliche Basisbarrieren von vier Metern Mächtigkeit vorgesehen! Mit hoher Wahrscheinlichkeit sind auch die Dichtungen der Deponieflanken teilweise nicht mehr intakt. Es kann mit einiger Sicherheit davon ausgegangen werden, dass auch sie bei der Verfüllung beschädigt wurden.
Eine Trockenlegung der Deponie ist nur möglich, wenn diese möglichst vollkommen nach oben abgedichtet wird, um das Eindringen von Niederschlagswasser zu verhindern. Erst wenn dies geschehen ist, lässt sich nach einigen Jahren halbwegs sicher beurteilen, ob und in welchem Umfang zudem über die Flanken Schichtenwasser in die Deponie eindringt.